Wissensartikel · Stand: September 2026 · Lesezeit ca. 12 Minuten
Wem gehört die erste Google-Seite zu Ihrem Namen? Eine Messung bei 105 Berliner Betrieben
Der Befund in drei Sätzen
Ich habe für 105 etablierte Berliner Betriebe aus fünf Branchen gemessen, wem die ersten zehn organischen Google-Treffer zum eigenen Betriebsnamen gehören, also wie die eigene Marken-SERP aussieht. Ergebnis: Die eigene Domain steht bei 96 von 105 Betrieben auf Position 1, aber sie steht dort meistens allein. Der Median liegt bei genau einem eigenen Treffer unter zehn, die übrigen neun Plätze gehören Dritten [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105].
Für Berlin und diese Branchen ist mir keine vergleichbare Zahl bekannt. Deshalb habe ich sie erhoben.
Was die Marken-SERP ist und warum sie zählt
Die Marken-SERP ist die erste Google-Seite, die erscheint, wenn jemand Ihren Namen eingibt. Nicht Ihr Fachgebiet, nicht Ihre Leistung, sondern Ihren Namen. Das ist der Moment nach der Empfehlung: Jemand hat von Ihnen gehört, tippt Sie ein und schaut nach, mit wem er es zu tun bekommt. Dasselbe passiert vor einem Erstgespräch, vor einer Terminvereinbarung und, zunehmend, wenn ein KI-Assistent seine Antwort über Sie zusammensetzt.
Diese Seite ist eine Visitenkarte, die Sie nicht selbst geschrieben haben. Sie besteht aus Ihrer eigenen Website plus allem, was Dritte über Sie ins Netz gestellt haben: Verzeichniseinträge, Bewertungsprofile, Social-Profile, Wirtschaftsdatenbanken, gelegentlich ein Wettbewerber, der zum selben Suchwort mitläuft. Wer diese Seite nicht kennt, kennt den ersten Eindruck nicht, den er bei empfohlenen Interessenten hinterlässt.
Für Entscheider ist das keine Ranking-Frage, sondern eine Kontrollfrage. Bei Suchbegriffen wie „Steuerberater Berlin" konkurrieren Sie mit dem ganzen Markt, und ein Platz auf Seite 1 ist ein Erfolg. Bei Ihrem eigenen Namen konkurrieren Sie mit niemandem. Dass dort trotzdem neun von zehn Plätzen fremd belegt sind, ist ein Befund und noch keine Erklärung: Diese Messung zählt aus, wem die Plätze gehören, sie prüft nicht, woran das liegt. Was sie zeigt, ist die Folge: Neun der zehn Zeilen, die ein empfohlener Interessent über Sie liest, hat jemand anderes geschrieben.
Wie ich gemessen habe
Grundlage ist eine Zufallsstichprobe aus einer laufenden eigenen Studie zu Berliner Betrieben. Gezogen wurde mit festem Startwert aus Google-Maps-Top-Ergebnissen für Berlin, bei den Steuerberatern aus einem erweiterten Rahmen, weil in den obersten Maps-Rängen zu wenige Betriebe das Bewertungskriterium erfüllten. Bedingung waren eine eigene Domain, mindestens 20 Google-Bewertungen und mindestens 4,0 Sterne. Portale und Verzeichnisse selbst sind ausgeschlossen. Die Stichprobe umfasst 105 Betriebe: 25 Rechtsanwälte, 25 Steuerberater, 20 Tierärzte, 20 Zahnärzte, 15 Küchenstudios.
Für jeden Betrieb habe ich am 02.09.2026 eine automatisierte Abfrage der Google-Ergebnisse gestellt, Standort Deutschland, Sprache Deutsch, Desktop, ohne Personalisierung. Ausgewertet wurden die ersten zehn organischen Treffer, insgesamt 1.044, weil zwei Ergebnisseiten nur sieben organische Treffer enthielten [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026]. Das Google-Unternehmensprofil zählt dabei nicht als organischer Treffer, ich halte es nur als Merkmal der Seite fest.
Die Suchanfrage habe ich nach einer festen Regel aus dem Google-Maps-Namen gebildet: Klammerzusätze, Adressen und reine Leistungs- oder Slogan-Anhänge entfallen, Rechtsform- und Berufszusätze bleiben, „Berlin" kommt dazu, wenn sonst weniger als zwei unterscheidungskräftige Wörter übrig bleiben. Treffer wurden auf Ebene der Registrierdomain verglichen und in Kategorien einsortiert: eigene Domain, Verzeichnis, Bewertungsportal, Social-Profil, Wettbewerber, Presse, Sonstiges.
Das Ergebnis: ein Platz von zehn
Über alle 105 Betriebe gehören 156 der 1.044 Treffer der eigenen Domain, also 14,9 Prozent. Die restlichen 888 Treffer, 85,1 Prozent, gehören anderen [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026].
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Betriebe gemessen | 105 |
| ausgewertete organische Treffer | 1.044 |
| eigene Treffer in den Top 10, Median | 1 |
| eigene Treffer in den Top 10, Mittelwert | 1,49 |
| eigene Treffer in den Top 10, Bereich | 0 bis 7 |
| Betriebe mit genau einem eigenen Treffer | 77 von 105 |
| Betriebe mit zwei oder mehr eigenen Treffern | 22 von 105 |
| Betriebe ohne jeden eigenen Treffer | 6 von 105 |
| Betriebe mit eigener Domain auf Position 1 | 96 von 105 (91,4 Prozent) |
| Fremdtreffer je Betrieb, Median | 9 von 10 |
[Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105]
Die Verteilung ist deutlicher als der Mittelwert: 77 Betriebe haben genau einen eigenen Treffer, und der Mittelwert von 1,49 wird von wenigen Ausreißern nach oben gezogen. Bei sechs der neun Ausreißer gehört die hinterlegte Domain einer Kette, einem Verbund oder einer großen Institution und zählt deshalb mehrfach. Wer den Median liest, liest den Normalfall.
Je Gruppe sieht das so aus:
| Gruppe | n | eigene Treffer, Median | Bereich | eigene Domain auf Position 1 | 95-Prozent-Intervall | ohne eigenen Treffer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tierärzte | 20 | 1 | 0 bis 7 | 18 (90 Prozent) | 70 bis 97 Prozent | 2 |
| Zahnärzte | 20 | 1 | 0 bis 7 | 17 (85 Prozent) | 64 bis 95 Prozent | 2 |
| Rechtsanwälte | 25 | 1 | 0 bis 3 | 23 (92 Prozent) | 75 bis 98 Prozent | 2 |
| Steuerberater | 25 | 1 | 1 bis 5 | 25 (100 Prozent) | 87 bis 100 Prozent | 0 |
| Küchenstudios | 15 | 1 | 1 bis 4 | 13 (87 Prozent) | 62 bis 96 Prozent | 0 |
[Quelle: eigene Messung, 02.09.2026]
Der Median ist in allen fünf Gruppen gleich: ein eigener Treffer. Die Intervalle für den Anteil auf Position 1 überlappen sich vollständig. Aus einer Messrunde lässt sich kein belastbarer Gruppenunterschied ableiten, und ich behaupte auch keinen.
Ein Nebenbefund zum Google-Unternehmensprofil: Bei 97 von 105 Abfragen zeigt Google eine Entitätskarte zum Betrieb, bei den übrigen 8 stattdessen den lokalen Kartenblock. Beides zusammen kam kein einziges Mal vor. Eine KI-Übersicht erschien bei genau einer der 105 Abfragen [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026].
Wer die anderen neun Plätze stellt
| Kategorie | Treffer | Anteil |
|---|---|---|
| Verzeichnis, Kartendienst, Plattform, Kammer | 374 | 35,8 Prozent |
| eigene Domain | 156 | 14,9 Prozent |
| Sonstiges, nicht sicher zugeordnet | 150 | 14,4 Prozent |
| Social-Profil | 138 | 13,2 Prozent |
| Wettbewerber | 120 | 11,5 Prozent |
| Bewertungsportal | 72 | 6,9 Prozent |
| zweite Domain desselben Betriebs [Vermutung] | 26 | 2,5 Prozent |
| Presse und Nachschlagewerk | 8 | 0,8 Prozent |
[Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, Basis 1.044 Treffer]
Die wichtigste Relation steht in den ersten zwei Zeilen: Verzeichnisse und Plattformen stellen 2,4 mal so viele Treffer wie die Betriebe selbst. Bei 90 von 105 Betrieben belegen Verzeichnisse und Bewertungsportale zusammen mehr Plätze als die eigene Website, bei 83 von 105 schaffen die Verzeichnisse das allein [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026]. 101 von 105 Betrieben haben mindestens einen Verzeichnistreffer auf ihrer Namensseite, 75 mindestens ein Social-Profil, 52 mindestens ein Bewertungsportal, 59 mindestens einen Wettbewerber.
Die häufigsten Fremddomains über alle Gruppen, ohne Wettbewerber, mit Trefferzahl: facebook.com (54), instagram.com (37), linkedin.com (37), mapquest.com (26), jameda.de (25), northdata.de (19), dasoertliche.de (18), trustlocal.de (18), doctolib.de (14), fressnapf.de (12) [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026].
Je Gruppe verschiebt sich das Bild stärker als die Kennzahlen:
| Gruppe (n) | Verzeichnis | Social | Bewertungsportal | Wettbewerber | eigene |
|---|---|---|---|---|---|
| Tierärzte (20) | 34,0 % | 13,0 % | 11,0 % | 11,0 % | 20,0 % |
| Zahnärzte (20) | 31,0 % | 10,5 % | 10,5 % | 18,0 % | 18,0 % |
| Rechtsanwälte (25) | 40,9 % | 8,5 % | 3,2 % | 12,1 % | 11,3 % |
| Steuerberater (25) | 33,2 % | 19,8 % | 4,9 % | 7,7 % | 13,0 % |
| Küchenstudios (15) | 40,7 % | 14,0 % | 6,0 % | 8,7 % | 13,3 % |
[Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, Anteil an allen Treffern der jeweiligen Gruppe]
Bei Zahnärzten führen Arzt- und Terminportale die Liste an, jameda.de (19), doctolib.de (14) und arzt-auskunft.de (11). Bei Rechtsanwälten sind es Fachportale und LinkedIn, linkedin.com (12), anwalt.de (10), anwaltauskunft.de (9). Bei Steuerberatern übernimmt die Social- und Wirtschaftsdatenschiene, linkedin.com (18), facebook.com (13), instagram.com (12). Bei Tierärzten mischen sich Social, Fachverzeichnisse und Handelsplattformen mit Tierarztsuche, facebook.com (14), fressnapf.de (12), tierarzt-onlineverzeichnis.de (11). Bei Küchenstudios sind es Einrichtungs- und Küchenportale, facebook.com (12), kuechen-atlas.de (11), houzz.de (7) [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026].
Zahnärzte haben zugleich den höchsten Wettbewerberanteil, 18,0 Prozent der Treffer auf ihrer eigenen Namensseite gehören anderen Praxen [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026].
Was daraus folgt
Zuerst die Zustandsbeschreibung, ohne Deutung: Wer heute nach einem dieser Betriebe sucht, findet ihn oben. Und findet daneben neun Einträge, die andere über ihn angelegt haben. Der Betrieb belegt Position 1 und in aller Regel sonst nichts auf dieser Seite.
Was das für einen Inhaber praktisch heißt: Ihre Positionierung, Ihr Leistungsumfang, Ihr Preisniveau und Ihre Belege stehen genau einmal in Ihren eigenen Worten auf dieser Seite. Alles darunter sind Kurzfassungen, die Portale aus Ihren Stammdaten erzeugt haben, nicht in Ihren eigenen Worten. Ob diese Angaben noch aktuell sind, haben Sie zuletzt wahrscheinlich nicht geprüft. Wenn ein empfohlener Interessent nach Ihnen sucht und über die erste Zeile hinausliest, liest er fremde Zusammenfassungen Ihrer Arbeit. Dieselben Seiten sind zugleich das Material, aus dem KI-Assistenten Antworten über Sie bauen: In meiner Messung zu KI-Crawlern und KI-Antworten an derselben Stichprobe stammten je nach Engine nur 7 bis 11 Prozent der in KI-Antworten genannten Domains von den Betrieben selbst, der Rest von Portalen und anderen Websites [Quelle: eigene Messung, 02. bis 03.09.2026, 528 Antworten].
Meine Arbeitshypothese dazu, ausdrücklich als Hypothese und nicht als Befund dieser Messung: Ein Betrieb, dessen Auftritt aus einer einzigen indexierbaren Seite besteht, kann strukturell nicht mehr als einen Platz belegen, und wer eigene Seiten für einzelne Leistungen, Standorte, Fragen und Belege führt, hat mehr Kandidaten für dieselben zehn Plätze. Eine Obergrenze steckt allerdings in der Messung selbst: Bei 92 der 105 Betriebe standen höchstens zwei eigene Seiten in den Top 10, bei 13 mehr, im Höchstfall sieben [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105]. Mehr eigene Seiten bedeuten also nicht proportional mehr Plätze, sondern mehr Kandidaten für dieselbe kleine Zahl an Plätzen. Diese Messung zeigt den Zustand, sie zeigt nicht, dass mehr Seiten mehr Plätze bringen. Das wäre eine eigene Untersuchung mit Vorher-Nachher-Vergleich, und die habe ich nicht gemacht.
Wenn Sie zuerst die Begriffe sortieren wollen, also was SEO, Local SEO und die Vorbereitung auf KI-Antworten jeweils leisten, hilft der Ratgeber zu SEO, Local SEO und GEO. Wie ein Auftritt aussieht, der von Grund auf neu gebaut wurde, zeigt die Fallstudie zu waldluft-atmen.de.
Wie ich in einem konkreten Fall vorgehe und woran ich vorher prüfe, ob sich die Arbeit überhaupt lohnt, steht auf der Seite zur SEO-Beratung in Berlin. Wer die eigene Namensseite nicht nur ansehen, sondern eingeordnet bekommen möchte, kann bei mir den Auftritts-Check beauftragen, meinen bezahlten Einstieg: eine Bestandsaufnahme des Auftritts, angefragt per E-Mail an hello@lukaslavicka.de mit dem Betreff „Auftritts-Check".
Was diese Messung nicht zeigt
Alle in dieser Liste genannten Auszählungen stammen aus derselben Erhebung [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105].
- Momentaufnahme. Eine Abfrage je Betrieb, an einem Tag, zu einer Uhrzeit. Es gibt keine Wiederholung, also keine Streuung und keinen Trend. Google-Ergebnisse schwanken.
- Die Stichprobe ist nicht repräsentativ für Berlin. Gezogen wurde aus Betrieben, die bei Google Maps stadtweit weit oben stehen und mindestens 20 Bewertungen bei mindestens 4,0 Sternen haben. Betriebe ohne Google-Profil, mit wenigen Bewertungen oder ohne eigene Domain fehlen vollständig. Die Zahlen gelten für Betriebe, die ein Kunde heute über Google Maps findet, nicht für „Betriebe in Berlin". Weil dieselbe Auswahl Betriebe bevorzugt, die in Verzeichnissen und Bewertungsportalen gut vertreten sind, ist der gemessene Fremdanteil eher eine obere als eine untere Schätzung.
- Ein Standortsignal, ein Gerät. Gemessen wurde mit dem Standortsignal Deutschland, nicht Berlin, und auf dem Desktop. Eine Abfrage aus Berlin heraus kann besonders beim Kartenblock anders aussehen, mobil ebenfalls.
- Keine Personalisierung. Wiederkehrende Kunden und eingeloggte Nutzer sehen andere Ergebnisse.
- Die Suchanfrage ist eine Rekonstruktion. Was ein Kunde tatsächlich tippt, habe ich nicht gemessen, sondern nach Regel aus dem Google-Maps-Namen abgeleitet. In 54 von 105 Fällen verlangte die Regel eine Ermessensentscheidung, bei 15 von 105 Betrieben ist der Name selbst das Problem, etwa reine Personennamen ohne Branchenwort.
- Die Kategorisierung ist teils manuell. 150 von 1.044 Treffern liegen in „Sonstiges", verteilt auf 130 Domains, davon 117 mit genau einem Treffer. Darin stecken weitere Wettbewerber. Die Wettbewerberzahl von 11,5 Prozent ist deshalb eine Untergrenze, kein exakter Wert [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105].
- Zweitdomains sind Vermutung. Bei 15 von 105 Betrieben steht ein Treffer auf einer Domain, die denselben Markennamen trägt, aber nicht die hinterlegte Domain ist. Diese Zuordnung beruht auf Namensgleichheit im Suchergebnis und ist nicht am Impressum geprüft [Vermutung].
- Domainvergleich auf Registrierdomain. Subdomains zählen als dieselbe Domain. Wo die hinterlegte Domain einer Kette oder einem Hersteller gehört, zählt jeder Treffer dieser Domain als „eigen", auch wenn er einen anderen Standort betrifft. Von den neun Betrieben mit vier oder mehr eigenen Treffern sind vier Ketten oder Verbünde mit mehreren Standorten und zwei Einrichtungen einer einzigen großen Institution. Die übrigen drei sind Einzelbetriebe an einem Standort, deren eigene Unterseiten in den Top 10 stehen, im Höchstfall sieben. Diese drei Fälle stützen die Arbeitshypothese aus dem vorigen Abschnitt, sie belegen sie nicht: Warum diese Auftritte mehrere Plätze halten, hat die Messung nicht untersucht.
- Die sechs Betriebe ohne eigenen Treffer erklären sich so: zwei stehen mit einer zweiten Domain auf der Seite [Vermutung], einer führt als hinterlegte Adresse ein Branchenportal statt einer eigenen Website, einer trägt einen Namen ohne unterscheidungskräftiges Wort, sodass die Anfrage ihn nicht adressiert, bei einem trägt die Startseite eine Anweisung, die Google die Aufnahme in den Index untersagt, und dieselbe Startseite antwortete am Messtag allen Abrufen mit einem Serverfehler, sodass offen ist, welche der beiden Ursachen trägt. Einer bleibt ohne erkennbare Erklärung.
- Keine Aussage über Ursachen. Die Messung beschreibt einen Zustand. Sie sagt nichts darüber, was eine Veränderung bewirken würde.
Kein Betrieb wird hier namentlich genannt, auch nicht mittelbar. Berichtet werden ausschließlich Aggregate je Gruppe. Kein Betrieb der Stichprobe gehört zu mir oder zu einem meiner Projekte.
Die Aggregate dieser Messung, also alle Gruppen- und Gesamtwerte ohne Einzelbetriebe, liegen als Datensatz zum Herunterladen (JSON) bereit. Zitieren mit Quellenangabe ist erlaubt.
Häufige Fragen
Was ist eine Marken-SERP?
Die Marken-SERP ist die erste Google-Ergebnisseite, die erscheint, wenn jemand Ihren Betriebs- oder Personennamen eingibt. Sie besteht aus Ihrer eigenen Website und aus allem, was Dritte über Sie angelegt haben: Verzeichnisse, Bewertungsportale, Social-Profile, Wirtschaftsdatenbanken. In meiner Messung bei 105 Berliner Betrieben gehörte im Median genau einer von zehn organischen Treffern dem Betrieb selbst (Quelle: eigene Messung, 02.09.2026).
Ist es schlimm, wenn Verzeichnisse bei meinem Namen weit oben stehen?
Schlimm ist es nicht, es ist der Normalfall. In meiner Messung stellten Verzeichnisse und Bewertungsportale bei 90 von 105 Betrieben zusammen mehr Treffer als die eigene Website (Quelle: eigene Messung, 02.09.2026). Relevant wird es dort, wo diese Einträge veraltet oder widersprüchlich sind, denn sie beschreiben Ihre Arbeit dann in fremden Worten, die Sie nicht selbst kontrollieren, und zwar genau in dem Moment, in dem ein empfohlener Interessent Sie nachschlägt.
Warum steht meine Website nur einmal auf der ersten Seite zu meinem eigenen Namen?
In meiner Messung standen bei 92 der 105 Betriebe höchstens zwei eigene Seiten in den Top 10, bei 13 mehr, im Höchstfall sieben [Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105]. Meine Beobachtung daraus, ohne Anspruch auf eine allgemeine Regel: Zu einer Namenssuche stehen selten viele Seiten derselben Domain nebeneinander, und wer nur eine einzige indexierbare Seite betreibt, hat ohnehin nur eine, die dort stehen kann. Meine Arbeitshypothese ist, dass ein Auftritt mit eigenen Seiten für einzelne Leistungen, Fragen und Belege mehr Kandidaten für dieselben zehn Plätze hat [Vermutung]. Die dreizehn Betriebe mit drei oder mehr eigenen Treffern sind ein Hinweis darauf, mehr nicht: Diese Messung vergleicht keinen Vorher-Nachher-Zustand und zeigt deshalb keine Wirkung.
Wie finde ich heraus, wie meine eigene Marken-SERP aussieht?
Suchen Sie in einem privaten Browserfenster nach Ihrem Betriebsnamen so, wie ein Kunde ihn eingeben würde, und notieren Sie für jeden der ersten zehn Treffer, wem er gehört. Das dauert zehn Minuten und zeigt Ihnen dasselbe, was ich hier für 105 Betriebe ausgezählt habe. Achten Sie besonders auf Einträge mit alten Angaben, auf Profile, die Sie nicht mehr pflegen, und auf fremde Betriebe, die zu Ihrem Namen mitlaufen.
Quelle: Lukas Lavicka, Marken-SERP-Messung Berlin, September 2026. Erhebung am 02.09.2026, 105 Berliner Betriebe aus fünf Branchen, automatisierte Abfrage der Google-Ergebnisse, Standort Deutschland, Desktop, eine Abfrage je Betrieb.
Über den Autor
Lukas Lavicka baut Premium-Auftritte für Experten, Kanzleien, Praxen, Verbände und Stiftungen. Alle Messwerte in diesem Text stammen aus einer eigenen Erhebung vom 02.09.2026, die Rohdaten und die Auswertung liegen bei mir vor.
Bezahltes Gutachten ab 500 €, Bestandsaufnahme über alle drei Disziplinen.