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Was Google bei Ihrem Namen zeigt: eine Messung bei 105 Berliner Betrieben

Die wichtigsten Ergebnisse

Wie viel von der ersten Google-Ergebnisseite führt zur eigenen Website, wenn jemand nach dem Betriebsnamen sucht? Das habe ich bei 105 etablierten Berliner Betrieben aus fünf Branchen untersucht.

Bei 96 von 105 Betrieben stand die hinterlegte Unternehmensdomain auf Position 1. Trotzdem gehörte im Median nur einer der ersten zehn organischen Treffer zu dieser Domain; neun führten zu anderen Domains. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105.

Für Berlin und diese Branchen war mir keine vergleichbare Auswertung bekannt. Die Studie soll diesen Ausschnitt nachvollziehbar beschreiben.

Was die Marken-SERP ist und warum sie zählt

„Marken-SERP“ bezeichnet die Suchergebnisse zu einem Betriebs-, Marken- oder Personennamen. In dieser Studie geht es um die erste Google-Ergebnisseite zum Betriebsnamen. Sie wird häufig nach einer Empfehlung aufgerufen: Jemand hat von Ihnen gehört und möchte sich vor einem Erstgespräch oder einer Terminvereinbarung ein Bild machen. Auch KI-Assistenten können bei Antworten über ein Unternehmen auf Informationen aus der Suche und weiteren Quellen zurückgreifen.

Dort erscheinen neben Ihrer Website unter anderem Verzeichniseinträge, Bewertungsprofile, Social-Media-Profile und Wirtschaftsdatenbanken. Manchmal werden auch andere Unternehmen angezeigt. Die Ergebnisse stammen also aus mehreren Quellen, deren Inhalte Sie unterschiedlich stark beeinflussen können.

Bei einer Leistungssuche wie „Steuerberater Berlin“ geht es darum, unter vielen Anbietern gefunden zu werden. Bei der Suche nach dem eigenen Namen steht eine andere Frage im Vordergrund: Welche Informationen sieht jemand, der bereits von Ihnen gehört hat? Die Studie zählt, zu welchen Domains die Treffer führen. Sie untersucht weder die Ursachen dieser Verteilung noch, ob jeder Eintrag inhaltlich richtig ist.

Wie ich gemessen habe

Die Untersuchung nutzt eine Zufallsstichprobe aus einer laufenden eigenen Studie zu Berliner Betrieben. Die Auswahl erfolgte mit festem Startwert aus den Google-Maps-Top-Ergebnissen für Berlin. Bei Steuerberatern wurde der Auswahlrahmen erweitert, weil in den obersten Maps-Rängen zu wenige Betriebe das Bewertungskriterium erfüllten.

Aufgenommen wurden Betriebe mit eigener Domain, mindestens 20 Google-Bewertungen und mindestens 4,0 Sternen. Portale und Verzeichnisse selbst waren ausgeschlossen. Zur Stichprobe gehören 25 Rechtsanwälte, 25 Steuerberater, 20 Tierärzte, 20 Zahnärzte und 15 Küchenstudios, insgesamt 105 Betriebe.

Für jeden Betrieb lief am 02.09.2026 eine automatisierte Google-Abfrage: Standortsignal Deutschland, Sprache Deutsch, Desktop und ohne Personalisierung. Ausgewertet wurden bis zu zehn organische Treffer je Abfrage. Insgesamt waren es 1.044, weil zwei Ergebnisseiten nur sieben organische Treffer enthielten. Das Google-Unternehmensprofil wurde als Merkmal der Ergebnisseite erfasst, aber nicht als organischer Treffer gezählt. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Die Suchanfrage entstand nach einer festen Regel aus dem Google-Maps-Namen. Klammerzusätze, Adressen sowie reine Leistungs- und Slogan-Anhänge wurden entfernt. Rechtsform- und Berufszusätze blieben erhalten. „Berlin“ wurde ergänzt, wenn weniger als zwei unterscheidungskräftige Wörter übrig blieben.

Treffer wurden auf Ebene der Registrierdomain verglichen; Subdomains zählen dabei zur selben Domain. Für die Auswertung wurden Kategorien gebildet: eigene Domain, Verzeichnis, Bewertungsportal, Social-Profil, Wettbewerber, Presse und Sonstiges. Mutmaßliche Zweitdomains desselben Betriebs wurden gesondert ausgewiesen.

Das Ergebnis: im Median ein eigener Treffer

Von 1.044 ausgewerteten Treffern führten 156 zur jeweils hinterlegten Unternehmensdomain. Das entspricht 14,9 Prozent. Die übrigen 888 Treffer oder 85,1 Prozent lagen auf anderen Domains. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

KennzahlWert
Betriebe gemessen105
ausgewertete organische Treffer1.044
eigene Treffer in den Top 10, Median1
eigene Treffer in den Top 10, Mittelwert1,49
eigene Treffer in den Top 10, Bereich0 bis 7
Betriebe mit genau einem eigenen Treffer77 von 105
Betriebe mit zwei oder mehr eigenen Treffern22 von 105
Betriebe ohne jeden eigenen Treffer6 von 105
Betriebe mit eigener Domain auf Position 196 von 105 (91,4 Prozent)
Fremdtreffer je Betrieb, Median9 von 10

Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105.

77 Betriebe hatten genau einen eigenen Treffer. Der Mittelwert von 1,49 liegt höher, weil wenige Betriebe mehrere eigene Treffer hatten. Bei sechs der neun Betriebe mit vier oder mehr eigenen Treffern gehörte die hinterlegte Domain zu einer Kette, einem Verbund oder einer großen Institution. Solche Treffer zählen in dieser Auswertung zur selben Domain. Der Median beschreibt die Mitte der Verteilung und beträgt einen eigenen Treffer.

Die Aufteilung nach Branchen:

Gruppeneigene Treffer, MedianBereicheigene Domain auf Position 195-Prozent-Intervallohne eigenen Treffer
Tierärzte2010 bis 718 (90 Prozent)70 bis 97 Prozent2
Zahnärzte2010 bis 717 (85 Prozent)64 bis 95 Prozent2
Rechtsanwälte2510 bis 323 (92 Prozent)75 bis 98 Prozent2
Steuerberater2511 bis 525 (100 Prozent)87 bis 100 Prozent0
Küchenstudios1511 bis 413 (87 Prozent)62 bis 96 Prozent0

Quelle: eigene Messung, 02.09.2026. Die 95-Prozent-Intervalle beziehen sich auf den Anteil der Betriebe mit eigener Domain auf Position 1.

Der Median liegt in allen fünf Gruppen bei einem eigenen Treffer. Die Intervalle für Position 1 überlappen sich vollständig. Aus dieser einzelnen Messrunde leite ich keinen belastbaren Unterschied zwischen den Gruppen ab.

Zusätzlich wurde die Darstellung des Google-Unternehmensprofils erfasst: Bei 97 von 105 Abfragen erschien eine Entitätskarte zum Betrieb, bei den übrigen 8 der lokale Kartenblock. Beide Darstellungen kamen bei keiner Abfrage gleichzeitig vor. Eine KI-Übersicht erschien bei genau einer der 105 Abfragen. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Welche Domains die weiteren Treffer stellen

Verteilung der organischen Treffer nach Domain-Kategorie

  • Verzeichnis, Kartendienst, Plattform, Kammer35,8 %
  • eigene Domain14,9 %
  • Sonstiges, nicht sicher zugeordnet14,4 %
  • Social-Profil13,2 %
  • Wettbewerber11,5 %
  • Bewertungsportal6,9 %
  • zweite Domain desselben Betriebs2,5 %
  • Presse und Nachschlagewerk0,8 %
Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, Basis 1.044 Treffer bei 105 Betrieben. Die folgende Tabelle enthält dieselben Anteile und die absoluten Trefferzahlen.
KategorieTrefferAnteil
Verzeichnis, Kartendienst, Plattform, Kammer37435,8 Prozent
eigene Domain15614,9 Prozent
Sonstiges, nicht sicher zugeordnet15014,4 Prozent
Social-Profil13813,2 Prozent
Wettbewerber12011,5 Prozent
Bewertungsportal726,9 Prozent
zweite Domain desselben Betriebs [Vermutung]262,5 Prozent
Presse und Nachschlagewerk80,8 Prozent

Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, Basis 1.044 Treffer.

Verzeichnisse und Plattformen stellten damit 2,4-mal so viele Treffer wie die hinterlegten Unternehmensdomains. Bei 90 von 105 Betrieben belegten Verzeichnisse und Bewertungsportale zusammen mehr Plätze als die eigene Website; bei 83 von 105 traf das bereits auf die Verzeichnisse allein zu. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Mindestens einen Verzeichnistreffer gab es bei 101 von 105 Betrieben, mindestens ein Social-Profil bei 75, mindestens ein Bewertungsportal bei 52 und mindestens einen Wettbewerber bei 59.

Die häufigsten Fremddomains über alle Gruppen, ohne Wettbewerber, waren: facebook.com (54 Treffer), instagram.com (37), linkedin.com (37), mapquest.com (26), jameda.de (25), northdata.de (19), dasoertliche.de (18), trustlocal.de (18), doctolib.de (14) und fressnapf.de (12). Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Die Anteile unterscheiden sich je nach Branche:

Gruppe (n)VerzeichnisSocialBewertungsportalWettbewerbereigene
Tierärzte (20)34,0 %13,0 %11,0 %11,0 %20,0 %
Zahnärzte (20)31,0 %10,5 %10,5 %18,0 %18,0 %
Rechtsanwälte (25)40,9 %8,5 %3,2 %12,1 %11,3 %
Steuerberater (25)33,2 %19,8 %4,9 %7,7 %13,0 %
Küchenstudios (15)40,7 %14,0 %6,0 %8,7 %13,3 %

Quelle: eigene Messung, 02.09.2026. Die Prozentwerte beziehen sich auf alle ausgewerteten Treffer der jeweiligen Gruppe.

Bei Zahnärzten waren Arzt- und Terminportale häufig vertreten: jameda.de mit 19 Treffern, doctolib.de mit 14 und arzt-auskunft.de mit 11. Bei Rechtsanwälten standen Fachportale und LinkedIn im Vordergrund: linkedin.com mit 12, anwalt.de mit 10 und anwaltauskunft.de mit 9 Treffern.

Bei Steuerberatern waren unter anderem Social-Media-Profile und Wirtschaftsdatenbanken vertreten. Die drei hier ausgewiesenen häufigen Domains waren linkedin.com mit 18 Treffern, facebook.com mit 13 und instagram.com mit 12. Bei Tierärzten zeigten sich Social-Media-Seiten, Fachverzeichnisse und Handelsplattformen mit Tierarztsuche: facebook.com mit 14, fressnapf.de mit 12 und tierarzt-onlineverzeichnis.de mit 11 Treffern.

Bei Küchenstudios gehörten Facebook sowie Einrichtungs- und Küchenportale zu den häufigen Domains: facebook.com mit 12, kuechen-atlas.de mit 11 und houzz.de mit 7 Treffern. Quelle für alle Domainzahlen: eigene Messung, 02.09.2026.

Den höchsten Wettbewerberanteil hatten Zahnärzte: 18,0 Prozent der Treffer bei der Suche nach ihrem eigenen Namen führten zu anderen Praxen. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Eigene Domain und Wettbewerber im Branchenvergleich

  • Anteil eigene Domain
  • Anteil Wettbewerber
  • Tierärzte (20)20 %11 %
  • Zahnärzte (20)18 %18 %
  • Rechtsanwälte (25)11,3 %12,1 %
  • Steuerberater (25)13 %7,7 %
  • Küchenstudios (15)13,3 %8,7 %
Quelle: eigene Messung, 02.09.2026. Anteile an allen Treffern der jeweiligen Gruppe, entsprechend der Tabelle darüber.

Was Sie aus den Ergebnissen mitnehmen können

Die meisten untersuchten Betriebe wurden bei ihrem Namen an erster Stelle gefunden. Zugleich führten im Median neun der zehn organischen Treffer zu anderen Domains. Eine gute erste Position bedeutet deshalb noch nicht, dass ein Unternehmen das gesamte sichtbare Bild prägt.

Für Ihre eigene Prüfung sind zwei Fragen hilfreich: Beschreibt Ihre Website Ihre Leistungen und Kompetenz verständlich? Und stimmen die Angaben in den weiteren Suchtreffern noch? Verzeichnisse, Bewertungsseiten oder ältere Profile können eine andere oder verkürzte Darstellung enthalten. Diese Studie hat die Aktualität der einzelnen Einträge nicht geprüft.

Solche Quellen sind auch für KI-Antworten relevant. In meiner Studie zu KI-Crawlern und KI-Antworten mit derselben Stichprobe gehörten je nach Engine nur 7 bis 11 Prozent der in Antworten genannten Domains zu den untersuchten Betrieben. Die übrigen stammten von Portalen und anderen Websites. Quelle: eigene Messung, 02. bis 03.09.2026, 528 Antworten. Daraus lässt sich nicht bestimmen, welche einzelne Quelle zu einer konkreten Betriebsnennung geführt hat.

Eine Arbeitshypothese ist, dass eigene Seiten für Leistungen, Standorte, Fragen und Belege mehr Inhalte schaffen, die Google als Treffer auswählen kann. Hat eine Website nur eine indexierbare Seite, steht von dieser Website auch nur diese Seite als eigenständiger Treffer zur Verfügung. Das bedeutet jedoch nicht, dass zusätzliche Seiten automatisch mehr Plätze in derselben Namenssuche erhalten.

In dieser Stichprobe hatten 92 von 105 Betrieben höchstens zwei eigene Treffer. Bei 13 waren es mehr, maximal sieben. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105. Diese Werte beschreiben den Zustand. Die Wirkung zusätzlicher Seiten müsste in einer eigenen Untersuchung mit Vorher-Nachher-Vergleich geprüft werden; das war nicht Teil dieser Studie.

Zur Einordnung der Arbeitsbereiche finden Sie den Ratgeber zu SEO, Local SEO und GEO. Einen vollständigen Neuaufbau dokumentiert die Fallstudie zu waldluft.green.

Mein Vorgehen bei einzelnen Unternehmen beschreibe ich unter SEO-Beratung in Berlin. Wenn Sie Ihre Namenssuche und Ihren weiteren Auftritt einordnen lassen möchten, können Sie den Auftritts-Check als bezahlte Bestandsaufnahme beauftragen. Schreiben Sie an hello@lukaslavicka.de mit dem Betreff „Auftritts-Check“.

Was diese Messung nicht zeigt

Die folgenden Angaben beziehen sich auf dieselbe Erhebung vom 02.09.2026 mit 105 Betrieben.

  • Momentaufnahme: Pro Betrieb wurde eine Abfrage zu einem Zeitpunkt an einem Tag ausgewertet. Wiederholungen fehlen; Streuung und Trends wurden nicht gemessen. Google-Ergebnisse können sich verändern.
  • Keine repräsentative Auswahl aller Berliner Betriebe: Die Auswahl stammt aus weit oben platzierten Google-Maps-Ergebnissen und setzt mindestens 20 Bewertungen, mindestens 4,0 Sterne sowie eine eigene Domain voraus. Betriebe ohne Google-Profil, mit wenigen Bewertungen oder ohne eigene Domain fehlen. Die Auswahl kann zugleich Betriebe bevorzugen, die in Verzeichnissen und Bewertungsportalen gut vertreten sind. Der Fremdanteil könnte dadurch eher höher ausfallen; das ist eine methodische Einschätzung, keine berechnete Korrektur.
  • Ein Standortsignal und ein Gerät: Verwendet wurden Deutschland als Standortsignal und Desktop-Ergebnisse. Eine Abfrage aus Berlin oder auf einem Mobilgerät kann besonders beim Kartenblock anders aussehen.
  • Keine Personalisierung: Wiederkehrende Kunden oder eingeloggte Nutzer können andere Ergebnisse sehen.
  • Rekonstruierte Suchanfragen: Die Begriffe wurden nach einer Regel aus dem Google-Maps-Namen gebildet. Was Kunden tatsächlich eingeben, wurde nicht erhoben. Bei 54 von 105 Betrieben war eine Ermessensentscheidung nötig. Bei 15 war bereits der Name unscharf, beispielsweise ein reiner Personenname ohne Branchenwort.
  • Teilweise manuelle Kategorisierung: 150 von 1.044 Treffern wurden „Sonstiges“ zugeordnet. Sie verteilen sich auf 130 Domains; 117 davon kommen genau einmal vor. Darunter befinden sich weitere Wettbewerber. Die ausgewiesenen 11,5 Prozent Wettbewerbertreffer sind deshalb eine Untergrenze.
  • Mutmaßliche Zweitdomains: Bei 15 von 105 Betrieben erschien mindestens ein Treffer auf einer anderen Domain mit demselben Markennamen. Die Zuordnung beruht auf der Namensgleichheit im Suchergebnis und wurde nicht anhand des Impressums geprüft. Sie bleibt eine Vermutung.
  • Vergleich auf Ebene der Registrierdomain: Subdomains werden zusammengefasst. Gehört die hinterlegte Domain einer Kette oder einem Hersteller, zählen auch Treffer zu anderen Standorten als „eigen“. Von den neun Betrieben mit vier oder mehr eigenen Treffern gehören vier zu Ketten oder Verbünden mit mehreren Standorten und zwei zu einer einzigen großen Institution. Die übrigen drei sind Einzelbetriebe mit einem Standort; ihre eigenen Unterseiten stehen mit bis zu sieben Treffern in den Top 10. Diese drei Fälle passen zur Arbeitshypothese, belegen aber nicht ihre Ursache.
  • Sechs Betriebe ohne Treffer der hinterlegten Domain: Zwei erscheinen mutmaßlich über eine Zweitdomain. Einer hat als hinterlegte Adresse ein Branchenportal statt einer eigenen Website. Ein weiterer führt einen Namen ohne unterscheidungskräftiges Wort, sodass die gebildete Anfrage ihn nicht eindeutig anspricht. Bei einem Betrieb trägt die Startseite eine Anweisung gegen die Aufnahme in den Google-Index und antwortete am Messtag zugleich auf alle Abrufe mit einem Serverfehler. Welche Ursache ausschlaggebend war, bleibt offen. Für einen weiteren Betrieb gibt es keine erkennbare Erklärung.
  • Keine Aussagen über die Wirkung von Änderungen: Die Studie beschreibt einen Zustand. Sie prüft nicht, was zusätzliche Inhalte, Profilpflege oder andere Maßnahmen verändern würden.

Veröffentlicht werden ausschließlich zusammengefasste Werte je Gruppe. Betriebe werden weder direkt noch mittelbar benannt. Keiner der untersuchten Betriebe gehört zu mir oder zu einem meiner Projekte.

Die Gruppen- und Gesamtwerte ohne Einzelbetriebe stehen als Datensatz zum Herunterladen (JSON) bereit. Zitieren mit Quellenangabe ist erlaubt (Lizenz CC BY 4.0).

Häufige Fragen

Was ist eine Marken-SERP?

Das sind die Suchergebnisse, die bei einer Suche nach einem Betriebs-, Marken- oder Personennamen erscheinen. Die erste Seite kann Ihre Website, Verzeichnisse, Bewertungsportale, Social-Media-Profile und Wirtschaftsdatenbanken enthalten. In meiner Messung bei 105 Berliner Betrieben führte im Median einer von zehn organischen Treffern zur hinterlegten Unternehmensdomain. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026.

Ist es schlimm, wenn Verzeichnisse bei meinem Namen weit oben stehen?

Das ist zunächst ein verbreitetes Muster. In dieser Messung belegten Verzeichnisse und Bewertungsportale bei 90 von 105 Betrieben zusammen mehr Treffer als die eigene Website. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026. Entscheidend ist, welche Informationen dort stehen. Veraltete oder widersprüchliche Einträge können Interessenten irritieren, die nach einer Empfehlung mehr über Sie erfahren möchten. Einige Profile können Sie selbst pflegen, bei anderen sind Korrekturen über den Anbieter nötig.

Warum steht meine Website nur einmal auf der ersten Seite zu meinem eigenen Namen?

Dafür kann diese Studie keine allgemeine Ursache nennen. Bei 92 von 105 Betrieben standen höchstens zwei eigene Seiten in den Top 10; 13 Betriebe hatten mehr, maximal sieben. Quelle: eigene Messung, 02.09.2026, n=105. Eigene Seiten zu Leistungen, Fragen und Belegen schaffen zusätzliche Inhalte, die als Treffer infrage kommen können. Dass dadurch tatsächlich mehr Plätze besetzt werden, ist hier nur eine Arbeitshypothese. Die 13 Betriebe mit mindestens drei eigenen Treffern wurden nicht in einem Vorher-Nachher-Vergleich untersucht.

Wie finde ich heraus, wie meine eigene Marken-SERP aussieht?

Suchen Sie in einem privaten Browserfenster nach Ihrem Betriebsnamen in einer Form, die auch ein Kunde verwenden könnte. Notieren Sie bei den ersten zehn organischen Treffern, zu welcher Domain sie führen. Ein privates Fenster reduziert Einflüsse aus dem bisherigen Browserverlauf, stellt aber keine vollständig neutrale oder ortsunabhängige Suche her. Planen Sie für eine erste Sichtung etwa zehn Minuten ein. Achten Sie auf veraltete Angaben, nicht mehr gepflegte Profile und andere Betriebe, die bei Ihrem Namen erscheinen. Diese Sichtung gibt eine erste Orientierung; die Studie nutzt die oben beschriebenen, einheitlichen Abfragebedingungen.

Quelle: Lukas Lavicka, Marken-SERP-Messung Berlin, September 2026. Erhebung am 02.09.2026, 105 Berliner Betriebe aus fünf Branchen, automatisierte Google-Abfragen, Standort Deutschland, Desktop, eine Abfrage je Betrieb.

Über den Autor

Lukas Lavicka berät etablierte Experten, Beratungsunternehmen, Kanzleien und Praxen zu KI-Sichtbarkeit und SEO und übernimmt auf Wunsch die Umsetzung und Website-Erstellung. Zu seinen Projekten gehören auch Auftritte für Verbände und Stiftungen. Sämtliche Messwerte dieser Studie stammen aus seiner Erhebung vom 02.09.2026. Die Rohdaten und die Auswertung liegen bei ihm vor.

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